Zahlreiche Projekte von Privaten, Unternehmen, Städten und gemeinden beweisen, dass die Energiewende machbar ist und viele Vorteile hat.

Und täglich werden es mehr.

Bürohaus im Plus

23. Oktober 2015 - Schon die Planungswerte liessen ein Plus in der Energierechnung vermuten, jetzt sind Fakten verfügbar: Das Bürohaus der Flumroc AG mit 40 Arbeitsplätzen erzeugt mehr Energie als es verbraucht – ein Überschuss von 12,5 Prozent. Möglich macht dies eine energiesparende Bauweise mit sehr guter Wärmedämmung, effizienten Anlagen und Einrichtungen wie Beleuchtung, Lüftung und Bürogeräten. Der Strom kommt vom Dach und von der Fassade, die mit etwa 600 Solarmodulen ausgerüstet sind. Das Bürohaus nutzt auch Abwärme aus der industriellen Produktion von Steinwolle-Produkten; mit demselben Energieaufwand könnte die Wärme auch mit einer Wärmepumpe erzeugt werden.

Publikumsprojekt Bauen und erneuern

Inbetriebnahme: 2014

Der Stromverbrauch liegt sogar unter den Erwartungen. Beim Wärmeverbrauch orten die Energieverantwortlichen dagegen ein geringes Effizienzpotenzial. Dieses soll durch Optimierung der Steuerungen von Wärmeabga-be und mechanischer Lufterneuerung ausgeschöpft werden. Die Aufzeichnungen von Temperatur, Feuchte und CO2-Gehalt in der Raumluft dienen als Basis für sukzessive Effizienzsteigerungen. Auch ein gutes Bürohaus lässt sich noch verbessern!

Mit steigender Qualität nehmen die Einsparpotenziale zwar ab, sie liefern aber interessanten Gesprächsstoff bei Personalveranstaltungen. Diese nutzen die Mitarbeitenden von Flumroc durch den Austausch von Erfahrungen und Ideen für weitere Verbesserungen. Tatsächlich werden einige Mitarbeitervorschläge umgesetzt, was – zu-sammen mit der Plus-Bilanz des Bürohauses – für Firmenangehörige sehr motivierend wirkt. Die Freude am Erfolg regt auch zum Nachdenken über den privaten Energiekonsum an.

Das Konzept funktioniert – das zeigt das Flumser Bürohaus: Mit bewährten Technologien und Materia-lien kann aus einer Bausubstanz mit hohem Energieverbrauch ein Plus-Haus werden. Dass das Konzept multiplikationsfähig ist, lässt Hoffnungen auf eine Energiewende „made in Switzerland“ aufkommen.

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