Zahlreiche Projekte von Privaten, Unternehmen, Städten und gemeinden beweisen, dass die Energiewende machbar ist und viele Vorteile hat.

Und täglich werden es mehr.

Dreifachnutzung der Sonne auf einem Mehrfamilienhaus-Dach

24. Mai 2013 - An der viel befahrenen Sihlfeldstrasse im Kreis 4 im Herzen von Zürich steht ein Wohngebäude aus den 20er Jahren mit 134 Wohnungen. 2009 wurde es umfassend saniert und durch vier zusätzliche Wohneinheiten im Dachgeschoss erweitert. Das steile, genau nach Ost und West ausgerichtete Giebeldach erhielt eine integrierte Sonnenkollektor-Anlage (Westseite) und eine grosse Photovoltaik-Anlage (Ostseite) eingebaut.

Leuchtturmprojekt Sonne

Leistung: Indach-Kollektoren FK1 Betreiber: à Porta-Stiftung, 8008 Zürich Projektierer: TEWE AG, 8004 Zürich

Früher wurde das Dachvolumen ausschliesslich als Estrich genutzt. Im Zusammenhang mit der Sanierung wurden vier charmante Dachwohnungen eingebaut, die hoch über dem Strassenlärm gelegen freie Sicht über die Dächer des Quartiers hin zum Zürcher Hausberg erlauben. Ein Estrichplatz für jede Wohnung sollte weiterhin zur Verfügung stehen. Dies hatte den Effekt, dass die Dachfenster, die auf der Westseite des Daches eingesetzt wurden, unregelmässig verteilt werden mussten. Die im Bereich der Wohnungen vorgesehenen zwölf Dachfenster wurden somit in das knapp 400 m2 umfassende Sonnenkollektorfeld integriert. Es entstand schlussendlich eine ästhetisch ansehnliche Lösung.

Sonnenkollektoren optimal genutzt haben viele Vorteile

Für die Nutzer ergaben sich mehrere Vorteile. Die Dachwohnungen sind hell. Die Dachfläche kann optimal zur solaren Energiegewinnung genutzt werden. Die durch die Kollektoren in den Speicher abgeführte Wärme verbessert zusätzlich den sommerlichen Überhitzungsschutz in den gut besonnten Dachwohnungen. Die Sammelleitungen der Kollektoren sind, wie immer bei den dachintegrierten Sonnenkollektorfeldern der Ernst Schweizer AG, vollständig eingearbeitet und gut geschützt vor Umwelteinflüssen sauber verpackt.

Die Gesamtwohnfläche dieses Mehrfamilienhauses wurde um 4% auf 14‘672 m2 erweitert. Das ist unter nicht viel, jedoch in dieser zentralen Lage, wo verdichtetes Bauen tonangebend ist, absolut sinnvoll. Das Spezielle ist, dass die durchschnittliche Wohnfläche pro Bewohner dieser Liegenschaft mit nur 30 m2 weit unter dem Schweizer Durchschnitt liegt.

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