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Innovative Holz-Glasfassade für Minergie-Bau

04. August 2014 - Vollverglaste Mehrfamilienhäuser sind nichts Neues, wird aber ein Teil der Glasfassadenelemente auf der Innenseite mit Holzfurnier hinterlegt, dann ergibt sich ein ganz neues, höchst ästhetisches Farbenspiel, wie bei den Minergie-Mehrfamilienhäusern an der Eichhornstrasse in Basel. Die Glasfassade wurde von der Ernst Schweizer AG in enger Zusammenarbeit, mit der Steuerwald Scheiwiller Architekten AG eigens für dieses Projekt entwickelt.

Leuchtturmprojekt Holz

Inbetriebnahme: 2013

2012 trat die Steuerwald Scheiwiller Architekten AG, kurz SSAR, an die Ernst Schweizer mit der Projektidee heran, eine vollverglaste Fassade zu entwickeln, die hinter dem Glas auch Holzelemente zeigt. «Dass wir Echtholz verwenden, war für uns Bedingung», erklärt Lukas Steuerwald, Architekt und Inhaber der SSAR. Vorgängig hatte das Architekturbüro bereits einen Baubiologen beigezogen: «Es galt abzuklären, wie das Holz hinter dem Glas auf die Sonneneinstrahlung reagiert», führt der Architekt aus.

Innovativer Wandaufbau

Markus Konrad, Produktmanager bei Ernst Schweizer, erinnert sich: «Den Architekten von SSAR schwebten Glasfassadenelemente vor, die einerseits den Minergie-Standard erfüllen und andererseits eine Glasfassade bilden, bei der sich transparente und opake Elemente abwechseln.» Zudem sollten die Elemente innen wie auch aussen einen einheitlichen Wandaufbau ermöglichen und Wandvorsprünge vermeiden. Basierend auf dem System Meko 32 ST von Schweizer haben die Partner einen innovativen Wandaufbau mit Sandwich-Dämmelementen aus rezykliertem PET entwickelt, dessen äusserste Schicht eine Glasscheibe ist. Die zweite Schicht ist ein geöltes Holzfurnier aus geräucherter Akazie oder Kupfereiche. Dazwischen befindet sich ein Zwischenraum von 18 mm, in dem die Luft zirkuliert.

Je nach Raumnutzung opak oder transparent

«Die Abklärungen des Bauphysikers haben gezeigt, dass das die beste Variante ist», führt Lukas Steuerwald aus. Dank dem innovativen Produkt sind die sechs lichtdurchfluteten Eigentumswohnungen nun in Wände aus Glas gehüllt, so dass die Landschaft geradezu durch sie hindurchzieht. Die transparenten und opaken Fassadenelemente variieren je nach Raumnutzung. «Die innovativen Glaselemente sind sowohl ästhetisch wie funktional als auch konstruktiv ein Mehrwert», freut sich der Architekt. Dank dem U-Wert von 0.23 erfüllen sie den Minergie-Standard und das bei einer Dicke des Wandaufbaus von 18 cm. Die Wohnungen sind mit kontrollierten Lüftungen einschliesslich Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Wärme liefern eine Erdsonde mit Wärmepumpe und die Sonnenkollektoren auf dem Dach.

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