Zahlreiche Projekte von Privaten, Unternehmen, Städten und gemeinden beweisen, dass die Energiewende machbar ist und viele Vorteile hat.

Und täglich werden es mehr.

Neuer Antrieb für die Fabrik

09. November 2012 - Die energetische Fitness eines Betriebes bringt viele Vorteile – nicht nur ökologische. Die Ernst Schweizer AG agiert erfolgreich am Markt und braucht trotz steigendem Umsatz und mehr Arbeitsplätzen gleich viel Energie wie 1978.

Leuchtturmprojekt Effiziente Prozesse


Definitiv überholt ist die Vorstellung, dass mit dem Umsatz zwingend auch der Energieverbrauch steigt. Denn mit den produktionstechnischen Verbesserungen bieten sich Chancen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Substitution fossiler Energieträger. Durch die konsequente Umsetzung von Energiezielen lässt sich, bei stagnierendem Energieverbrauch, die Produktion steigern – und dies mit einem höheren Technisierungs- und Automatisierungsgrad.

Vier Fünftel weniger CO2

Dass sich der Energieverbrauch vom Umsatz abkoppeln kann, dafür liefert die Firma Schweizer mit Produktionsstandorten in Hedingen, Affoltern und Möhlin einen von Messwerten gestützten Beleg. 2011 generieren mehr als doppelt so viele Mitarbeitende einen um den Faktor 2,6 höheren Umsatz im Vergleich zu 1978. In diesen 33 Jahren nahm der Energieverbrauch geringfügig ab – von 7 auf 6,9 Mio. Kilowattstunden pro Jahr. Die Treibhausgasemissionen reduzierten sich in diesem Zeitraum um fast 80 Prozent, und die Umweltbelastung halbierte sich. Gestiegen ist dagegen der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch: Knapp drei Viertel sind es heute, damals waren es 5,7 Prozent.

Mitarbeitende sind engagiert

Basierend auf den im Leitbild verankerten Zielen zur nachhaltigen Entwicklung der Firma formuliert die Geschäftsleitung betriebliche Vorgaben. Entscheidend für den Erfolg ist aber das Engagement der Mitarbeitenden. Dies setzt Vertrauen in das Unternehmen und dessen langfristige Ausrichtung voraus. Schwerpunkte für baulich-technische und betriebliche Massnahmen bilden Prozesse und Maschinen, Gebäude, Energieversorgung, Produktökologie sowie Mobilität.

Breites Spektrum von Massnahmen

Die systematische Umsetzung der Ziele führt zu einer gut gedämmten Fabrikhalle, die mit Holzpellets beheizt wird, zu einem Serverraum mit solarer Kühlung, zu einer Lackieranlage mit Wärmerückgewinnung und zu einem Fahrtenmanagement für betriebliche Transporte mit effizienten Fahrzeugen. Die Beispiele illustrieren ein breites Spektrum von Massnahmen, die ohne Ausnahme integrale Elemente einer langfristigen Entwicklung sind – hin zu einer Fabrik mit geringerer Umweltbelastung

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